Die Modem-Konfiguration
Die Konfiguration des NetLCR umfasst drei verschiedene Fenster, die über die Reiter oben anwählbar sind.
Punkt 1: Modem
Hier wird festgelegt, welches der unter Windows installierten Modems benutzt werden soll. Bei Unklarheiten ziehe die Dokumentation des Herstellers zu Rate, welches ISDN-Gerät für eine Internet-Verbindung verwendet werden kann. Oleco bietet alle ordungsgemäß installierten Modems / ISDN-Treiber zur Auswahl an. Sind mehrere Geräte installiert, kann man hier auswählen, welches Gerät Oleco zum Verbindungsaufbau verwenden soll. Bei ISDN-Karten trägt der richtige Eintrag meist den Zusatz "PPP" "ISDN Internet" oder "PPP ISDN". Über PPPoE-Treiber wie "T-DSL-Adapter Line01" ist kein Verbindungsaufbau möglich.
Punkt 2: Kanalbündelung für Win NT4/2000/XP
Man spricht von Kanalbündelung oder auch Multilink, wenn zwei Internetverbindungen (banal ausgedrückt: zwei Leitungen) zu einer zusammengeschaltet werden und dadurch mit doppelter Geschwindigkeit gesurft werden kann.
Wenn Du einen ISDN-Anschluß hast, kannst du so anstatt mit 64 Kilobit - das ist der Standard - mit satten 128 Kilobit surfen (also rund 15 KB pro Sekunde!). Leider fallen dann aber auch doppelte Verbindungsgebühren an.
Kanalbündelung ist allerdings keineswegs auf ISDN beschränkt. Auch wer zwei analoge Leitungen besitzt und entsprechend zwei Modems im Rechner hat, kann Kanalbündelung nutzen!
Leider ist die Kanalbündelung unter älteren Windows-Versionen wie Windows 95/98/ME nicht bzw. nur unzuverlässig von einem Programm aus einstellbar, da Microsoft "vergessen" hat, diese eigentlich vorhandenen Möglichkeiten des DFÜ-Netzwerks zu dokumentieren und notwendige Funktionen für Programmierer bereitzustellen. Zur Zeit ist daher Kanalbündelung nur auf der sogenannten "NT-Plattform" (Windows NT4/2000/XP) möglich, da diese technisch weiterentwickelt ist.
WIE NUTZE ICH NUN DIE KANALBÜNDELUNG?
Um die Kanalbündelung zu aktivieren, mußt Du sie hier aktivieren und die passenden Modem-Geräte bzw. ISDN-Treiber einstellen.
Bei AVM-Karten muß z.B. der sogenannte "NDIS WAN CAPI Treiber" installiert werden, der bereits in Windows 2000 und XP integriert ist. Als Modems sollten dann jeweils der "AVM NDIS WAN CAPI Treiber" eingestellt werden.
Falls die Kanalbündelung trotz korrekt eingestellten Treibern für Modem 1 / 2 nicht funktioniert, kann die Auswahl eines anderen ISDN Modem-Treibers (z.B. bei Modem 1 "AVM ISDN Internet", bei Modem 2 "AVM ISDN RAS") womöglich Abhilfe schaffen.
Unter dem "Verbinden"-Button im Hauptfenster von Oleco kannst Du dann flexibel bei jeder Verbindung mit einem Klick einstellen, ob bei der nächsten Einwahl eine "einfache" oder eine Multilink-Verbindung hergestellt werden soll.
Noch ein Hinweis:
Da einige wenige Zugangsanbieter keine Kanalbündelung unterstützen, werden diese bei aktivierter Kanalbündelung nicht in der Tarif-Übersicht zur Auswahl gestellt!
Punkt 3: Zusätzliches Modem
Falls Du unter Windows NT4, 2000, XP oder Nachfolge-Versionen arbeitest, kannst Du hier ein zweites Gerät angeben. Damit ist es z.B. bei ISDN-Adaptern möglich, Verbindungen mit doppelter Geschwindigkeit (also 128 KBPs) über beide ISDN-Kanäle (=Kanalbündelung) aufzubauen. Dabei fallen aber leider auch die doppelten Verbindungsgebühren an. Mehr dazu unter Punkt 2.
Punkt 4: Wahlverfahren
Ist aus technischen Gründen an Deinem Telefonanschluss keine Tonwahl (MFV) möglich, kann unter Wählverfahren auch die mittlerweile veraltete Impulswahl (IWV) aktiviert werden. Die Einwahl dauert so aber je nach Rufnummer deutlich länger.
Punkt 5: Anwahlversuche und Pause
Sollte der Zugang eines Anbieters einmal besetzt sein (was durchaus mal vorkommen kann), oder die Anwahl wegen schlechter Leitungsqualität nicht gleich klappen, dann versucht der NetLCR nach der hier vorgegebenen Pause erneut eine Verbindung über diesen Anbieter aufzubauen. Die Anzahl der Anwahlversuche lässt sich hier frei einstellen.
Punkt 6: Eigene DFÜ-Einstellungen beibehalten
Mit dieser Funktion läßt sich der DFÜ-Eintrag, den Oleco zur Einwahl verwendet, schützen: Oleco übergibt dann nur Rufnummer, Benutzername und Passwort an den DFÜ-Eintrag. Alle übrigen Einstellungen wie z.B. die Verbindungsfreigabe im Netzwerk werden von Oleco nicht mehr geändert, wenn das Häkchen bei dieser Funktion gesetzt ist.
So läßt sich auch in Fällen, in denen Oleco die Kanalbündelung nicht aktivieren kann, doch noch eine Multilink-Verbindung über Oleco herstellen: dazu öffnest du die Eigenschaften des DFÜ-Eintrags Oleco (NICHT direkt wählen) und änderst die Eigenschaften, die du dauerhaft umgestellt haben möchtest. Für die Kanalbündelung kannst du hier den zweiten Modemeintrag auswählen, den Oleco für den 2. Kanal benutzen soll.
Punkt 7: Kennziffer zur Amtsholung
Bei Einsatz einer Telefon-Anlage kann ggf. die Angabe einer oder mehrere Kennziffern für die Amtsholung erforderlich sein, da sonst keine Gespräche zur "Außenwelt" durchgestellt werden können. Man trägt hier in diesem Fall die erforderlichen Kennziffern ein (meistens "0" oder "0,," inkl. kurzer Pause vor der eigentlichen Anwahl).
Gerade ältere Telefonanlagen benötigen nach der Amtskennung noch eine oder mehrere Sekunden Wartezeit vor dem Wählen der eigentlichen Provider-Rufnummer. In Oleco erreicht man das, indem man pro Sekunde Wartezeit ein Komma an die Null anhängt. Der Eintrag 0,, bewirkt also, dass Oleco vor der Providerrufnummer eine Null vorwählt und dann 2 Sekunden wartet.
Wichtiger Hinweis:
Falls die Anwahl fehlschlägt ("Kein Freizeichen" o.ä.), musst Du in den Windows Modem-Einstellungen (Systemsteuerung) die Option "Vor dem Wählen auf Freizeichen warten" ausschalten. Sollte Deine Windows-Version diese Konfigurationsmöglichkeit nicht unterstützen, musst Du manuell einen passenden Initialisierungs-Befehl in den erweiterten Windows Modem-Einstellungen eintragen. In der Regel wird mit dem Kommando "AT X3" die Wählton-Erkennung deaktiviert, so dass zunächst die Amtskennziffer gewählt werden kann. Nähere Informationen findest Du in Deinem Modem-Handbuch.